Chimera

Chimera - Vico Magistretti

Chimera

design Vico Magistretti, 1969

Der Leuchtenschirm aus Kunststoff ist typisch für das Design der 60er Jahre. Das Methacrylat wird heiß gebogen und erhält so seine fließende, gefällige Form. Chimera ist als Stehleuchte und in der Version Mezzachimera als Tischleuchte erhältlich. Beide zeichnen sich durch ein besonders angenehmes, suggestives Licht aus.

Sockel aus lackiertem Metall, Leuchtenschirm aus opalem Methacrylat.

design Vico Magistretti

Der Architekt Vico Magistretti wurde 1920 in Mailand geboren, wo er 2006 mit 85 Jahren starb.

Im Herbst 1939 begann er mit dem Studium der Architektur am Polytechnikum in Mailand. 1943 emigrierte er in die Schweiz und besuchte dort Vorlesungen in Lausanne am Champ Universitaire Italien. Hier traf er auf Ernesto Nathan Rogers vom Mailänder Büro BBPR, der zu einer wichtigen Bezugsperson für Magistrettis weiteren beruflichen Werdegang wurde. 1945 kam Vico Magistretti nach Mailand zurück, wo er im gleichen Jahr am Polytechnikum sein Diplom ablegte. Direkt nach seinem Architekturstudium arbeitete er zusammen mit Paolo Chessa zunächst als Architekt im Architekturbüro seines Vaters Pier Giulio, der noch im selben Jahr verstarb.

1959 gehörte Magistretti neben BBPR, Ignazio Gardella und Giancarlo De Carlo zur italienischen Delegation des CIAM XI in Otterlo. Auf dem Kongress wurde sein Projekt 'Casa Arosio in Arenzano', erbaut 1956 bis 1959, vorgestellt.

Ab den 1960er Jahren begann Vico Magistrettis Tätigkeit als Industriedesigner. Im Laufe dieses Jahrzehnts wurden seine Entwürfe von renommierten Firmen wie Asko, Artemide, Cassina und Rosenthal produziert. Bekannt wurde er durch die Leuchte Chimera für Artemide, durch sein Sofa "Maralunga" sowie den Stuhl "Carimate", der als Symbol des "Swinging London" gilt. Für seine Leuchte "Atollo" erhielt er 1979 den renommierten Designpreis Compasso d'Oro. Einige seiner Entwürfe sind im Museum of Modern Art in New York ausgestellt.

Magistretti beteiligte sich an unzähligen Design-Ausstellungen und hielt Vorträge zum Thema Architektur und Design in Europa, Amerika und Japan. Einige seiner Arbeiten sind in den Dauersammlungen des MOMA in New York und in 13 weiteren amerikanischen und europäischen Museen ausgestellt.