Fato

Fato - Gio Ponti

Fato

design Gio Ponti, 1969

Fato präsentiert sich mit ihrer geometrischen Form, den freien und geschlossenen Flächen und dem Spiel von Licht und Schatten wie ein Vielzweck-Objekt, das gleichzeitig Leuchte und kleine Vitrine ist. Sie erinnert ein wenig an Skulpturen aus der gleichen Zeitepoche, wie z.B. die des italienischen Bildhauers Melotti.

Rahmen aus lackiertem Metall.

design Gio Ponti

Gio Ponti (geboren 1891 und gestorben 1979 in Mailand) war einer der wichtigsten italienischen Architekten, Industrie- und Möbeldesigner, Künstler und Autoren des zwanzigsten Jahrhunderts.

Er machte 1921 am Politecnico der Universität Mailand seinen Abschluss in Architektur. Seine Architektenlaufbahn begann Ponti mit Mino Fiocchi und Emilio Lancia, mit denen er von 1923 bis 1927 zusammenarbeitete. Bis 1933 betrieb er mit Lancia das Studio Ponti e Lancia PL. In diesen Jahren war er stark von der neoklassischen Mailänder Bewegung Novecento Italiano beeinflusst, zu der er gute Verbindungen unterhielt.

1933 beendete Ponti die Zusammenarbeit mit Lancia und gründete zusammen mit den beiden Ingenieuren Antonio Fornaroli und Eugenio Soncini das Studio Ponti-Fornaroli-Soncini, welches sie bis 1945 betrieben.

1950 erhielt Ponti den Auftrag, zusammen mit Pier Luigi Nervi und Arturo Danusso das 32-geschossige Pirelli-Hochhaus zu entwerfen, dessen Bau 1956 begonnen wurde. Dies war der zweite Wolkenkratzer, der in Mailand entstand, und das Projekt bildete den Höhepunkt von Pontis Laufbahn als Architekt.

Als Designer feierte Ponti 1923 sein öffentliches Debüt anlässlich der ersten Biennale für dekorative Künste in Monza. Danach war er an der Organisation der Triennale in Monza und Mailand beteiligt.

Von 1923 bis 1930 arbeitete Ponti in der Manifattura Ceramica Richard Ginori in Mailand und Sesto Fiorentino und veränderte die gesamte Produktion des Unternehmens. Zu seinen Arbeiten im Bereich Industriedesign zählen auch die Einrichtung der Rinascente-Kaufhäuser unter dem Namen Domus Nova sowie die Produktion von Keramikobjekten und Stühlen. Unter anderem entwarf er für Cassina den Sessel „Distex" und 1957 den berühmten Stuhl „Superleggera" (Superleicht), der sehr stabil aber dabei so leicht war, dass ein Kind ihn mit einem Finger hochheben konnte. Außerdem entwarf er Glasflaschen für Unternehmen wie Venini und Leuchten für Unternehmen wie Artemide, Fontana Arte und Venini.

1928 gründete Gio Ponti die Zeitschrift Domus, deren Herausgeber er bis 1941 war. Nachdem er anschließend bis 1947 die Zeitschrift Stile publizierte, kehrte er 1948 zu Domus zurück und blieb dort bis zu seinem Tod.

Von 1936 bis 1961 lehrte Ponti als Professor an der Fakultät für Architektur am Mailänder Politecnico.