Noto

Noto - Michele De Lucchi

Noto

design Michele De Lucchi, 2008

Noto bezeichnet den Drachen, der in der chinesischen Kultur Ewigkeit und Stärke symbolisiert; hier verwandelt er sich in eine Skulptur aus Licht und Glas. Sechs bewegliche Glaszylinder formen eine ausdrucksstarke Leuchte, die frei im Raum zu schweben scheint. Dieser Effekt wird durch die besondere Art der Fixierung unterstrichen: Die Aufhängung ist nur an einem Punkt mit dem Leuchtenkörper verbunden.

Struktur aus Stahl, Leuchtenschirm aus mundgeblasenem Opalglas.

design Michele De Lucchi

Michele De Lucchi wurde 1951 in Padua geboren. Er machte am Politecnico in Mailand seinen Abschluss in Architektur.

Mitte der 1970er Jahre lehrte er Industriedesign an der Universität Florenz und wurde einer der engsten Mitarbeiter und Freunde von Ettore Sottsass. Er war Mitglied und Mitbegründer der Bewegungen Cavart, Alchymia und Memphis Group, deren experimentelle Architekturauffassungen sich gegen das damalige Design-Establishment richteten.

1979 war er als Designberater für das Unternehmen Olivetti tätig, bei dem er 1992 zum Chefdesigner ernannt wurde. In den 1980er Jahren entwarf De Lucchi für die "jungen Wilden" postmoderne Möbel, Wohnaccessoires und Laminat.

1988 war sein „tavolo interattivo" (der interaktive Tisch) als Teil der Ausstellung „Il gioco delle parti" im Palazzo dell'arte auf der Triennale in Mailand zu sehen. Von 1989 bis 1993 arbeitete er mit dem Studio Sottsass Associati zusammen an verschiedenen Architektur- und Industriedesign-Projekten. 1994 begann er mit seinem Studio Michele De Lucchi in Mailand die Arbeit an wichtigen Architekturprojekten im Nordosten Italiens, wie zum Beispiel dem historischen Archivzentrum von Enel (italienischer Stromversorger) in Mestre.

1998 eröffnete er sein Studio in Padua, wo er Projekte für zahlreiche, wichtige Unternehmen entwarf. Auch an der Università del Progetto di Reggio Emilia lehrte er in späteren Jahren Industriedesign.